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Unterwasserrugby

Nicht nur Kraft und Kondition, sondern vor allem ein gutes Spielverständnis sind wichtige Grundlagen der Mannschaftssportart Unterwasserrugby. Ziel des Spiels ist es, einen mit Salzwasser gefüllten Plastikball in den gegnerischen Korb zu befördern. Gespielt wird immer unter Wasser, der Ball darf nicht über die Wasseroberfläche gelangen.

[bearbeiten] Spielfeld und Regeln

Beim Unterwasserrugby treten zwei Teams gegeneinander an, jeweils sechs Spieler sind gleichzeitig im Wasser, fünf weitere auf der Auswechselbank am Beckenrand. Gewechselt wird fliegend im „Wechselbereich“, der sich an der Stirnseite der eigenen Mannschaft befindet.

Ein Unterwasserrugbyspiel dauert 2 x 15 Minuten mit einer Halbzeitpause von 3 bis 5 Minuten. Bei Unterbrechungen (Foul, Tor etc.) wird die Uhr angehalten. Die Größe des Spielfelds ergibt sich aus den Maßen des jeweiligen Schwimmbeckens. Es wird auf 50 Zentimeter Hohe und 50 Zentimeter breite Metallkörbe gespielt, die an den Stirnseiten des Feldes am Beckengrund aufgestellt sind. Der Ball muss für einen Torerfolg die Öffnung vollständig passieren und ist nicht eiförmig wie ein Rugbyball, sondern rund, etwa so groß wie ein Handball, jedoch aus Plastik hergestellt. Das Festhalten am Korb ist allen Spielern untersagt.

Da Sprechen oder Rufen unter Wasser nicht möglich ist, findet die Kommunikation beim Unterwasserrugby überwiegend durch das Klopfen mit den Händen statt. Die Schiedsrichter (zwei Unterwasser-Schiedsrichter mit Pressluftflaschen, ein Überwasserschiedsrichter) machen mit Hupsignalen auf Entscheidungen aufmerksam.

Die Ausrüstung der Sportler umfasst

  • Badehose/Badeanzug (weiß oder dunkel),
  • Wasserballkappe (weiß oder dunkel) und eine
  • ABC-Tauchausrüstung (Tauchmaske, Schnorchel, Taucherflossen).

Es darf grundsätzlich nur der ballführende Spieler angegriffen werden (mit Ausnahme des Torwarts). Das Greifen an Ausrüstungsgegenstände, Kopf oder Hals ist untersagt. Fouls werden mit einem Freiwurf für die gefoulte Mannschaft geahndet. Auch Zeitstrafen gegen die „Sünder“ sind möglich. Wird ein Freiwurf in der eigenen Hälfte angezeigt, kann er von der Spielfeldmitte ausgeführt werden. Bei Regelverstößen in torgefährlichen Situationen entscheiden die Schiedsrichter auf Strafwurf. Dieser wird ausgeführt, indem ein Angreifer maximal 45 Sekunden Zeit hat, den Torwart zu überwinden. Die restlichen Spieler müssen das Spielfeld in dieser Zeit verlassen.

[bearbeiten] Geschichte

Ludwig von Bersuda erfand das Unterwasserrugby 1961, es ähnelte zu dieser Zeit jedoch noch eher dem Volleyball, da über ein unter Wasser gespanntes Netz gespielt wurde. 1964 traten die DLRG Mühlheim und der DUC Duisburg gegeneinander an und spielten dabei nach Regeln, die den heutigen ähnelten. Die erste offizielle deutsche Unterwasserrugbymeisterschaft fand 1972 statt, ein Jahr später wurde die Sportart international eingeführt. Es dauerte schließlich noch bis 1978, dass der internationale Tauchverband Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS) Unterwasserrugby (und Unterwasserhockey) als offiziellen Wettkampfsport anerkannte und die erste offizielle Europameisterschaft in Malmö (Schweden) veranstaltete. Gastgeber der ersten Weltmeisterschaft war zwei Jahre später Mühlheim. Die WM 2007 fand im italienischen Bari statt.


[bearbeiten] Weblinks

Erstellt von: Zebrafan
       

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