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Steffi Graf

Steffi Graf (* 14. Juni 1969 in Mannheim als Stefanie Maria Graf) ist eine ehemalige Profitennis-Spielerin aus Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Anfänge

Ihren ersten Tennisschläger bekam Steffi bereits im Alter von vier Jahren von ihrem Vater geschenkt. Peter Graf war es auch, der in den Anfangsjahren selbst viel mit seiner Tochter übte und sie beim HTC Heidelberg anmeldete. Nach nur zwei Jahren gewann sie ein „Jüngsten-Turnier“ in München. Der Vater war so von Steffis außerordentlichem Talent überzeugt, dass er kurze Zeit später seine Berufstätigkeit auf gab, um sich ganz ihrer zukünftigen Tennis-Karriere zu widmen.

[bearbeiten] Der steile Aufstieg in den 1980er Jahren

Als erste Deutsche gewann Steffi Graf 1981 den „Orange Bowl“, die inoffizielle Tennis-Jugendweltmeisterschaft in Florida. Ihr Vater meldete sie ein Jahr später als Profisportlerin an (offiziell seit dem 18. Oktober 1982). Dafür nahm er seine Tochter von der bis dahin besuchten Realschule und ließ sie privat unterrichten. 1984 schaffte es Steffi als bis dahin jüngste Tennisspielerin der Welt beim Grand Slam-Turnier in Wimbledon bis ins Achtelfinale. Im darauf folgenden Jahr kam sie bei den US Open schon ins Halbfinale und erreichte Platz 6 in der Weltrangliste. Steffis Erfolge (in Verbindung mit denen parallel von Boris Becker erzielten) sorgten für eine ausführliche Tennisberichterstattung in den deutschen Medien. Bis zu diesem Zeitpunkt galt der „weiße Sport“ hierzulande als elitär, nun begeisterte sich eine breite Öffentlichkeit dafür.

Spätestens Mitte der 1980er Jahre dürfte dann allen klar gewesen sein, welch großes Talent das deutsche Tennis in Steffi Graf besaß. Bei den [[Qatar Telecom German Open|German Open|| im Mai 1986 in Berlin und bei den French Open 1987 besiegte sie die amtierende Weltranglisten-Erste Martina Navratilova (USA). Nach einem Sieg über Navratilovas Landsfrau Chris Evert am 17. August 1987 in Manhattan Beach nahe Los Angeles stand Steffi Graf zum ersten Mal auf Platz 1 der Weltrangliste.

1988 wurde dann im wahrsten Sinne des Wortes ein goldenes Jahr für die Brühlerin. Als erste Tennisspielerin überhaupt sicherte sie sich nicht nur den Grand Slam (Siege bei den vier Grand Slam-Turnieren einer Saison), sondern holte bei den Olympischen Sommerspielen in Seoul (Südkorea) auch noch die Goldmedaille im Einzel. Diese auch bis heute einmalige Titelsammlung wurde „Golden Slam“ getauft.

[bearbeiten] Formschwankungen in den 1990er Jahren

1990 gewann Steffi Graf bei den Australian Open in Melbourne bereits ihren neunten Grand Slam-Titel. Bei den French Open musste sie jedoch eine bittere Niederlage gegen Monica Seles einstecken. In Wimbledon scheiterte Graf bereits im Halbfinale und bei den US Open im Endspiel.

Nach einer Niederlage gegen die Argentinierin Gabriela Sabatini fiel Steffi Graf im März 1991 erstmals hinter Seles auf Platz 2 der Weltrangliste zurück. Mit 1310 Tagen in Folge auf Platz 1 hatte sie einen Rekord aufgestellt, der heute noch Bestand hat.

1993 siegte Steffi Graf bei den Grand Slam-Turnieren von Roland Garros, Wimbledon und bei den US Open. Außerdem kehrte sie wieder an die Spitze der Weltrangliste zurück, was jedoch von einem Attentat auf Monica Seles und der darauf folgenden Spielpause der Jugoslawin begünstigt wurde.

Vom Spitzenplatz verdrängt wurde Graf dann endgültig am 31. März 1997 von der Schweizerin Martina Hingis. Wenige Monate später erlitt die Deutsche eine Knieverletzung, die sie zu einer ca. einjährigen Tennispause zwang. Steffi Graf kämpfte sich aber 1999 noch einmal zurück und gewann am 5. Juni 1999 kurz vor ihrem 30. Geburtstag noch einmal die French Open. In einem denkwürdigen Endspiel rang sie ausgerechnet Hingis nieder, die im Vorfeld bereits von einem „Generationenwechsel“ gesprochen hatte und auf dem Pariser Court Central im Laufe des Matches völlig die Nerven verlor.

[bearbeiten] Karriereende

Eine erneute Verletzung beim Turnier im kalifornischen San Diego bedeutete dann das endgültige Karriereaus für Steffi Graf. Am 3. August 1999 gab sie in Heidelberg auf einer Pressekonferenz ihren Rücktritt vom Profisport bekannt. In ihrer beispiellosen Karriere hatte sie 107 Grand-Prix-Turniere darunter 22 Grand Slam-Turniere gewonnen und stand mit insgesamt 377 Wochen länger als jede andere Tennisspielerin an der Spitze der Weltrangliste.

[bearbeiten] Weblinks

Erstellt von: Berlin
Zuletzt geändert von: Tennisfan
       

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