Sportklettern
Sportklettern ist eine Form des Freikletterns. An der Kletterwand geht es zwar nicht so hoch hinaus wie in den Bergen, trotzdem wird den Sportkletterern eine ganze Menge abverlangt. Auf den speziell gesetzten Kletterrouten brauchen die Athleten vor allem Kraft und Geschmeidigkeit, um ohne Sturz ins Seil am Zielpunkt anzukommen. Dabei finden sie nur Halt an eigens angelegten, künstlichen Griffen. Beim Schwierigkeitsklettern kommt der Durchstieg einem Hindernisparcours in der Vertikalen gleich, bei dem der Kletterer Ecken, Vorsprünge, Dächer und frei schwebende Riesenkugeln überwinden muss. Um die Schnelligkeit geht es dagegen, wenn zwei Konkurrenten beim Geschwindigkeitsklettern direkt gegeneinander antreten. Geübte Kletterer können eine 15 Meter hohe Wand in weniger als 15 Sekunden bezwingen.
[bearbeiten] Geschichte
Während das Bergsteigen eine lange Tradition hat, ist das Sportklettern noch ein verhältnismäßig junger Sport. In der ehemaligen UdSSR gab es in den 60er Jahren regelmäßig Schnellkletterwettkämpfe. 1985 fand im italienischen Bardonecchia dann der erste Kletterwettbewerb in Westeuropa statt. Dabei mussten die Teilnehmer Prüfungen im Schwierigkeitsklettern am natürlichen Felsen absolvieren. Aufgrund der mangelnden Chancengleichheit und der hohen Zuschauerzahlen wurde in der Folgezeit die Verlegung von Kletterwettkämpfen an die Kunstwand oder in die Halle beschlossen. So verbreitete sich das Klettern auch im Flachland, wo es sich zu einer populären Trendsportart entwickelt hat. In Frankfurt wurden 1991 die ersten offiziellen Weltmeisterschaften im Sportklettern ausgetragen.
[bearbeiten] Regelwerk
Die Kletterer werden mit einem Seil von einer am Boden stehenden neutralen Person abgesichert. Beim Geschwindigkeitsklettern müssen zwei zuvor abgesteckte, nahezu identische Routen von jeweils etwa 15 Metern Höhe schnellstmöglich erklettert werden. Am Kopf der Kletterwand befindet sich eine Klingel, die per Knopfdruck ausgelöst werden muss. Wer für zwei Durchgänge insgesamt die wenigste Zeit benötigt, gewinnt. Beim Schwierigkeitsklettern muss eine mit Hindernissen versehene Route durchstiegen werden. Sieger ist derjenige, der das Top oder den höchsten Klettergriff in der Wand erreicht.
[bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website des Deutschen Alpenvereins
- Offizielle Website der International Mountaineering and Climbing Federation UIAA
Erstellt von: Berlin |
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