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Schleuderballspiel

Das Schleuderballspiel gehört zu den so genannten Turnspielen (wie z.B. auch Faustball, Korbball, Prellball, Volleyball oder Völkerball) und ist ein Treibballspiel.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts war das Spiel an Nord- und Ostsee bekannt und verbreitete sich bis 1900 im gesamten deutschsprachigen Raum, vor allem, nachdem es 1898 auf dem Deutschen Turnfest in Hamburg von Berliner Turnern vorgestellt worden war. Zwischen 1921 und 1924 wurden sogar Deutsche Meisterschaften im Schleuderballspiel ausgetragen, das sich zu dieser Zeit zum damals beliebtesten Turnspiel entwickelte, bis es seit Mitte der 1920er Jahre von anderen Sportarten wieder zurückgedrängt wurde. Heute gibt es einen Ligabetrieb nur noch in Oldenburg und Ostfriesland mit ca. 50 Teams.

[bearbeiten] Regeln

Beim Schleuderballspiel stehen sich zwei Mannschaften mit je acht Spielern gegenüber. Das Spielfeld misst 100 Meter in der Länge und 15 Meter in der Breite. Hinter den Torlinien gibt es einen Torraum von ca. 30 Metern Länge. Ziel des Spiels ist es, den Schleuderball über die Torlinie des Gegners zu werfen und das eigene Tor gegen die Angriffe der gegnerischen Mannschaft zu schützen. Dies darf nur durch Schleudern bzw. nach dem Fangen durch Schocken erfolgen. Wenn der Ball über die Torlinie fliegt oder rollt und dahinter den Boden berührt, ist ein Treffer erzielt. Der Ball (in der Regel ein mit Ross- oder Rehhaar gefüllter Lederball) ist mit einer Griffschlaufe versehen.

Die Mannschaften werfen (schleudern) den Ball in gleich bleibender Reihenfolge abwechselnd, das gegnerische Team versucht den Ball zu fangen. Im Anschluss daran wird versucht, den gefangenen Ball aus dem Stand mit einem Schockwurf über die gegnerischen Spieler „zurückzuschocken“ (ohne Benutzung der Schlaufe). Geschockt wird höchstens dreimal in Folge, anschließend muss zunächst wieder geschleudert werden.

Der Gegner darf nicht am Fangen, Werfen oder Laufen gehindert werden. Solange wie der Werfer den Ball in der Hand hält, dürfen die Gegenspieler nur auf 3 Meter Entfernung an ihn herankommen.

[bearbeiten] Weblinks

Erstellt von: Tennisfan
       

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