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Orientierungslauf

Im Englischen wird der Orientierungslauf auch „the thinking sport“ genannt. Das liegt daran, dass bei dieser Natursportart Körper und Geist gleichermaßen beansprucht werden. Im vollen Lauf müssen Athletinnen und Athleten mit Hilfe von Karte und Kompass stets aufs Neue blitzschnell entscheiden, welches für sie der günstigste Weg von einem Kontrollpunkt zum nächsten ist. In der detaillierten Spezialkarte sind nicht nur die einzelnen Posten eingezeichnet, die der Reihe nach erreicht werden müssen. Sie gibt auch Auskunft über die Beschaffenheit des Geländes, in dem der Sportler über Stock und Stein laufen, Hügel erklimmen und Hindernisse überwinden muss. Neben einem hervorragendem Orientierungsvermögen und einer guten Kondition benötigen die Läuferinnen und Läufer also auch viel Kraft und Wendigkeit.

[bearbeiten] Regelwerk

Beim Orientierungslauf ist die Uhr der Schiedsrichter: Die schnellste Sportlerin/der schnellste Sportler gewinnt. Durch elektronisches Gerät wird sichergestellt, dass ein Zieleinläufer alle Kontrollpunkte in der richtigen Reihenfolge angelaufen hat. In den Einzelrennen starten die Läuferinnen und Läufer nacheinander in einem vorgeschriebenen Abstand, während es bei den Staffelwettbewerben einen Massenstart gibt. Orientierungsläufe werden meistens in einem natürlichen Gelände (Wald und Wiesen) ausgetragen. Zur Orientierungshilfe dienen ein Kompass und eine topographische Karte. Es gibt keine vorgeschriebene Route. Der Läufer kann den für ihn angenehmsten Weg ermitteln, um zum nächsten Kontrollpunkt zu gelangen.

[bearbeiten] Geschichte

Orientierungslauf hat vor allem in Skandinavien eine große Tradition, wo er auch Volkssport ist, und wurde einst in den weiten Wäldern des hohen Nordens entwickelt. Der erste Orientierungslauf fand bereits 1897 in Norwegen statt. Früher wurden die Wettkämpfe hauptsächlich in bewaldetem Gebiet ausgetragen, heute führen die Läufe allerdings auch durch Parks oder Ortschaften. Eine der weltweit populärsten Veranstaltungen ist nach wie vor der schwedische 5-Tage-Lauf „O-Ringen“, der zum Teil durch unwegsames Gelände führt, und bei dem bis zu 20.000 Teilnehmer an den Start gehen. Die 1961 gegründete International Orienteering Federation (IOF) verfügt mittlerweile über etwa 60 Mitgliedsländer auf fünf Kontinenten.

[bearbeiten] Weblinks

Erstellt von: Berlin
       

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