Erstes Fazit nach acht Spielen
Seit gestern Abend haben alle 16 Teams ein Spiel bei dieser Europameisterschaft absolviert.
Die einen haben sich stärker, die anderen schwächer präsentiert.
Positiv im Gedächtnis geblieben sind auf jeden Fall die Partien Portugal-Türkei und Spanien-Russland. Da standen vier Teams auf dem Platz, die attraktiven, modernen Tempofußball gezeigt haben. Die Türken und die Russen hatten das Pech, gegen Gegner antreten zu müssen, die bei aller Geschwindigkeit auch noch die nötige Konzentration hatten, um das Tor zu treffen.
Ebenso stark waren die Niederlande bei ihrem überraschend deutlichen 3:0 gegen Italien. Der berühmte Catenaccio wollte so gar nicht schließen, die Oranjes überranten die Squadra Azzurra geradezu.
Viel Pech hatten die Gastgeber: Die Schweiz verlor im Spiel gegen Tschechien mit Alexander Frei bereits nach 30 Minuten ihre absolute Führungsfigur, gleichzeitig auch der treffsicherste Stürmer. Er wird für das gesamte Turnier ausfallen. Dennoch wandelten die Eidgenossen ihren Schock in Energie um und boten den Tschechen einen harten Fight, erarbeitete sich Torchance um Torchance und kassierte unglücklich letztendlich sogar noch den Gegentreffer.
Ähnlich erging es Co-Gastgeber Österreich, das sich bereits nach vier Minuten einem klaren Elfmeter gegenüber sah. Kroatien ließ sich nicht zweimal bitten und stellte so bereits den Endstand her. Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Die Österreicher rannten an, die Kroaten taten nicht mehr als nötig und retteten das Ergebnis über die Zeit.
Bleibt aus der Gruppe C noch die Partie Rumänien-Frankreich, die sich für die Franzosen als das erwartet zähe Geduldsspiel erwies. Die Rumänen gingen mit einer dichtgestaffelten Abwehr in das Aufeinandertreffen und behielten diese Spielweise auch über die gesamten 90 Minuten bei. Die Équipe Tricolore riskierte (zu) wenig und nutzte die wenigen sich ihr bietenden Torchancen nicht.
Der amtierende Europameister Griechenland schloss den ersten Vorrundenspieltag schließlich mit seiner Partie gegen Schweden ab - und enttäuschte auf ganzer Linie. Die Schweden waren das etwas zielstrebigere von zwei schwachen Teams und gewannen so verdient mit 2:0.
- Jupp Kueppers,
11. Juni 2008
Erstellt von: Viva Colonia |
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