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Indiaca

Die Ursprünge von Indiaca liegen zwar in Südamerika, als Sportart wurde es aber vom Deutschen Karlhans Krohn erfunden und in seinen Heimatland gebracht. Bei der Entwicklung seines ersten serienreifen Balls orientierte er sich vermutlich am brasilianischen Peteka. Indiaca ähnelt dem Volleyball.

Das Spielgerät, die Indiaca© Michael Häckel
Das Spielgerät, die Indiaca
© Michael Häckel

Zu Beginn der 1950er Jahre waren es kirchliche Jugendgruppen in Baden-Württemberg, die das neue Spiel als erste betrieben. Den größten Schub gab es in der Verbreitung jedoch, als der Deutsche Sportbund (DSB) Indiaca Anfang der 1970er Jahre gleich zweimal als „Spiel des Jahres“ prämierte und sich daraufhin die ersten Vereine gründeten. In der Folge wurde die Sportart als Turnspiel im Deutschen Turnerbund (DTB) verankert, ein einheitliches Regelwerk schuf man 1990. Regelmäßige Deutsche Meisterschaften finden seit 1998 statt.

Auf internationaler Ebene wurde im Jahr 2000 in Berlin die International Indiaca Association (IIA) gegründet. Sie richtete ein Jahr später in Tartu (Estland) die ersten Indiaca-Weltmeisterschaften aus. 2004 war Tsukuba (Japan) Gastgeber.

Spielgerät ist ein ca. 25 Zentimeter großer Federball, der mit der flachen Hand geschlagen wird. An ihm sind oberhalb eines Schlagpolsters vier „Führungsfedern“ befestigt. Sie bewirken, dass der Ball immer mit dem Schlagpolster voran auf den Mitspieler bzw. Gegner gespielt wird.

Bei einem Indiacaspiel stehen sich zwei Teams mit jeweils fünf Spielern gegenüber. Das 16 Meter lange und 6,10 Meter breite Spielfeld ist in der Mitte durch ein Netz getrennt, über das der Ball so gespielt wird, dass er in der gegnerischen Hälft den Boden berührt oder der Gegner einen Fehler begeht. Dies führt zum Punktgewinn und zum Wechsel des Aufschlagsrechts. Außerdem rotieren die Spieler der nun aufschlagenden Mannschaft um eine Position im Uhrzeigersinn. Die Indiaca darf innerhalb eines Teams dreimal hintereinander geschlagen oder berührt werden, jedoch nicht unmittelbar hintereinander vom gleichen Spieler. Dazu darf man die Hand und den Unterarm bis zum Ellenbogen benutzen, beim Blocken und Abwehren eines Angriffsschlags können beide Hände eingesetzt werden. Die Mannschaft, die zuerst 25 Punkte für sich verbuchen kann, gewinnt den Satz. Um ein Spiel zu gewinnen sind zwei gewonnene Sätze nötig.


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Erstellt von: Berlin
Zuletzt geändert von: Viva Colonia
       

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