Hallenhockey
Im Vergleich zum olympischen Feldhockey auf dem Kunstrasenplatz geht es beim Hallenhockey deutlich rasanter und attraktiver zu. Bedingt durch die kleineren Spielfelder und durch die Holzbande an den Längsseiten kommt es zu schnell wechselnden Schusskreisszenen, die zu zahlreichen Toren führen. Dabei wird die Taktik in hohem Maße durch die Bande bestimmt, mit der der Ball lange im Spiel gehalten werden kann. Sie kann außerdem häufig geschickt eingesetzt werden, z.B. als Doppelpasspartner. Durch spezielle Hallenregeln hat die Technik gegenüber der Kondition einen größeren Anteil am Spielerfolg als beim Feldhockey, was die Hockey-Variante unter dem Dach ebenfalls interessanter macht.
[bearbeiten] Geschichte
Hockey ist eines der ältesten Ballspiele, die mit Schlägern betrieben werden. Stockballspiele waren bereits in vorchristlicher Zeit in Ägypten, Arabien, Griechenland und Persien bekannt. England gilt als Geburtsstätte des Hockeyspiels moderner Prägung. Hier wurde es erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts gespielt. Die Engländer stellten 1908 auch die ersten Hockey-Olympiasieger, während die Hockey-Frauen erst bei den Olympischen Spielen 1980 teilnehmen durften. Feldhockey-Weltmeisterschaften werden seit den 70er Jahren ausgetragen. Hallenhockey, das ursprünglich zur Winterüberbrückung ins Leben gerufen worden war, entwickelte sich seit 1951 zu einem eigenständigen Wettkampfsport. Eine WM in der Halle wurde allerdings erst im Jahr 2003 in Leipzig ausgerichtet.
[bearbeiten] Regelwerk
Hallenhockey wird auf einem 40 x 20 Meter großen Feld ausgetragen. An den Längsseiten sind 10 cm hohe Holzbanden befestigt, um den Ball im Spiel zu halten. Zwei Mannschaften mit je sechs Akteuren sowie sechs Auswechselspielern, die während eines Matches ständig ausgetauscht werden können, treten gegeneinander an. Eine Partie dauert 2 x 20 Minuten. Der Ball darf nur flach gespielt oder geschoben werden. Schlagen oder Schlenzen sind nur beim Torschuss erlaubt. Ein Feldtor wird aus dem offenen Spiel heraus erzielt. Torschüsse dürfen von den Angreifern nur im Schusskreis ausgeführt werden. Der Schusskreis ist ein markierter Halbkreis vor dem gegnerischen Tor. Wenn eine Mannschaft gegen die Regeln verstößt, wird dem Gegner eine Strafecke oder ein Siebenmeter zugesprochen. Ein Spieler bekommt dann die Möglichkeit, frei auf das Tor zu schießen.
[bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website des Deutschen Hockey-Bundes
- Offizielle Website der International Hocky Federation IHF
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