Start |  News |  Sports-Wiki |  Community |  Hilfe
 
Andere Sprachen: English
 

Fußball

© JamieL.WilliamsPhotography www.flickr.com
© JamieL.WilliamsPhotography www.flickr.com

Bei der Ballsportart Fußball stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielern (einem Torhüter und zehn Feldspielern) gegenüber. Ziel des Spiels ist es, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Fußball wird vorwiegend mit dem Fuß gespielt. Die Feldspieler dürfen jedoch auch alle anderen Körperteile - ausgenommen Hände und Arme - verwenden. Der Torhüter darf als einziger Spieler seiner Mannschaft den Ball mit der Hand spielen, jedoch nur innerhalb des eigenen Strafraums.

In den meisten englischsprachigen Ländern wird Fußball als Football bezeichnet. In den USA, Kanada und Australien (hier nur umgangssprachlich) wird der Begriff Soccer verwendet.

Fußball wird auf einem rechteckigen Fußballfeld|Spielfeld gespielt. Das Ziel des Spieles ist es, den Ball öfter in das Tor des Gegners zu befördern, als es das gegnerische Team schafft. Arme oder Hände dürfen dabei nicht zu Hilfe genommen werden. Ein Tor zählt nur, wenn der Ball mit vollem Umfang die Torlinie überquert hat. Fußball bezeichnet sowohl die Sportart an sich, als auch das dabei benutzte Spielgerät.

Torwart © Andreas Helminger www.pixelio.de
Torwart © Andreas Helminger www.pixelio.de

In der Mitte der beiden kurzen Seiten des Spielfelds befinden sich die Tore. Sie werden vom Torwart bewacht, der innerhalb des Strafraums den Ball auch mit den Händen spielen darf. Um sich optisch von den anderen Spielern abzuheben trägt er eine spezielle Kleidung und Ausrüstung (Torwarthandschuhe). Die zehn anderen Spieler der Mannschaft werden Feldspieler genannt. Sie unterteilen sich in Abwehr-, Mittelfeld- und Angriffsspieler.

Die Mannschaft, die die meisten Tore erzielen konnte, ist der Sieger. Bie Torgleichstand endet das Spiel unentschieden. Spiele in so genannten K.-o.-Runden bilden dabei eine Ausnahme: Da in diesem Fall ein Sieger ermittelt werden muss, geht das Spiel nach Ende der offiziellen Spielzeit in die Verlängerung. Wenn es auch danach noch unentschieden steht, wird der Gewinner durch ein Elfmeterschießen ermittelt. Dieser Modus kommt z.B. bei Welt- und Europameisterschaften, internationalen Pokalfinalspielen und in einigen Ländern, beispielsweise Deutschland, auch im nationalen Pokalwettbewerb zur Anwendung. In Turnierordnungen können abweichende Regelungen getroffen werden. Z.B. kann auf eine Verlängerung verzichtet werden und sofort ein Elfmeterschießen stattfinden. Die Verlängerung kann auch nur bis zum „Golden Goal“ gespielt werden, dem ersten Tor, das dann sofort die Entscheidung bringt. Wird nach der neueren Regeln des „Silver Goals“ gespielt, gewinnt die Mannschaft, die zur Halbzeitpause oder am Ende der Verlängerung mehr Tore erzielt hat. Bei den Turnieren der großen Verbände wird jedoch mittlerweile, nachdem bei der EM 2004 das „Silver Goal“ letztmalig angewendet wurde, wieder die „normale“ Verlängerung mit zwei Mal 15 Minuten gespielt.

[bearbeiten] Geschichte

Die Wurzeln des modernen Fußballs liegen am Ende des 12. Jahrhunderts, als es Überlieferungen zufolge eine dem Fußballspiel verwandte Spezialdisziplin des ritterlichen Turniers gab. Ziel dieses Spiels war es, einen mit Heu ausgestopften Lederball in das Tor (z.B. Stadt- oder Burgtor) der gegnerischen Mannschaft zu treiben. Einheitliche Regeln gab es zu dieser Zeit jedoch noch nicht, sodass in den folgenden Jahrhunderten die Frage ungeklärt blieb, ob der Ball auch mit den Händen getragen werden darf oder nicht. So gründeten 1863 die Verfechter einer Spielweise ohne Hände in England die Football Association, während die Befürworter sich ab 1871 in der Rugby Football Union organisierten. Die ersten Formen des Fußballs überhaupt reichen ins 3. Jahrhundert v.Chr. zurück, als in China im Rahmen der militärischen Ausbildung ein Ballspiel praktiziert wurde, bei dem eine mit Federn gefüllte Lederkugel in ein Netz befördert werden musste.

Nach der Gründung des ersten Fußballverbands in England folgten schnell auch Organisationen in Schottland, Irland und Wales. 1889 gründeten die Niederlande und Dänemark als erste Länder auf dem Festland nationale Verbände. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wurde 1900 ins Leben gerufen. Die erste Weltmeisterschaft wurde 1930 in Uruguay ausgetragen, 13 Nationalmannschaften hatten für das Turnier gemeldet. Deutschland trat aus Kostengründen nicht an.

Olympische Disziplin wurde Fußball bereits bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris. Damals spielten nicht National-, sondern Vereinsmannschaften die Medaillen aus.

[bearbeiten] Fußballvarianten

Neben dem populären und weit verbreiteten Fußball gibt es noch viele Varianten der Sportart, die jedoch weniger bekannt und beachtet sind.

Hallenfußball
Eine Variante ist der Hallenfußball. Diese in Sporthallen stattfindende Variante des Fußballs unterscheidet sich vom Feld-Fußball durch die deutlich kleinere Spielfläche und die Bandenbegrenzung. Das Spiel wird hierdurch schneller und torreicher. Seit den 1970er-Jahren wird Hallenfußball in Deutschland vor allem im Jugend- und Amateurbereich gespielt. Auch im Schulsport ist Hallenfußball häufig ein Teil des Unterrichtfachs Sport. Auch Vereine der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga entdeckten den Hallenfußball später als ideale Möglichkeit, die Winterpause zu überbrücken. Der DFB entschied sich im Zuge des Hallenfußball-Booms der 1980er Jahre sogar dazu, einen eigenen Wettbewerb in diesem Bereich auszutragen, das Hallenmasters. Im Jahre 2000 wurde der Wettbewerb jedoch wieder eingestellt, da der Termindruck und der Vermarktungszwang für die Vereine immer größer und die Winterpause gekürzt wurde. In Österreich gibt es in der Winterpause mehrere Hallenfußball-Turniere, wobei das in Wien die größte Aufmerksamkeit genießt.

Futsal
Die rasante Entwicklung des Hallenfußballs war vor allem auf Deutschland und Österreich begrenzt. In anderen Ländern gelangte dagegen Futsal, eine Variante des Hallenfußballs ohne Banden, zu größerer Popularität. Auch der DFB denkt mittlerweile darüber nach, Futsal als Wettbewerb aufzunehmen. Es wird generell mit fünf Spielern auf Handballtore gepsielt, der Ball ist etwas kleiner als der herkömmliche Fußball. Der Ursprung des Futsal befindet sich in Südamerika. Der Sport wird dort bereits seit den 1950er Jahren betrieben. 1989 nahm die FIFA Futsal als zusätzlichen Wettbewerb auf. Die fünfte Futsal-Weltmeisterschaft wurde im November 2004 in Taiwan ausgetragen. Verbreitet ist Futsal vor allem in Südamerika, Süd- und Osteuropa. Amtierender Weltmeister ist Spanien. In diesem Land gibt es auch eine eigene Profiliga mit 16 Mannschaften. In der südkoreanischen K-League werden deutsche Profischiedsrichter als Futsal-Schiedsrichter eingesetzt.

Fußballtennis
Fußballtennis stellt eine weitere Variante des Fußballs dar. Obgleich es einen offiziellen Verband und eine Weltmeisterschaft gibt, ist das Fußballtennis weitgehend unbekannt. Es wird über ein Netz gespielt, das Feld ist wesentlich kleiner als beim Fußball und nur zwei, vier oder sechs Spieler treten gegeneinander an.

Fußball als Computer- oder Konsolenspiel
Verschiedene Fußball-Computerspiele stellen mit animierten Fußballspielern die Sportart nach. Das weltweit größte Fußball-Computerspiel ist hierbei FIFA 06. Auch Pro Evolution Soccer 5 ist weithin bekannt. Die Fußball-Simulationsspiele bieten dem Spieler die Möglichkeit, virtuell Fußball zu spielen: Der Spieler steuert am Computer die Akteure auf dem Platz. Sowohl FIFA als auch Pro Evolution Soccer sind anerkannte E-Sport-Disziplinen. Auch existieren Spiele, bei denen nicht das eigene, sondern das Spiel der Mannschaft und das Management im Vordergrund steht, zum Beispiel Fußball Manager 06 oder die ANSTOSS-Reihe.

Beach Soccer Beach Soccer wird schon seit über 40 Jahren an Stränden bzw. auf Sandplätzen gespielt. Jährlich finden in Brasilien Weltmeisterschaften statt. Der brasilianische Weltmeister Romario spielte zunächst Beach Soccer und dann erst "normalen" Fußball.

Tischfußball

Tischfußball oder auch Kickern (in Österreich Wuzzlen) genannt ist ein Geschicklichkeitsspiel, das sich äußerlich an das richtige Fußballspiel anlehnt. Jede Seite bedient im Einzel oder Doppel jeweils vier drehbare Stangen mit den Händen, die pro Seite mit 11 Spielern (auch Puppen genannt) versehen sind. Ziel ist es wie im richtigen Fußball, den weißen Ball ins Tor zu schießen. Früher als „Kneipensport“ deklariert, steigert sich das sportliche Niveau und die Akzeptanz als Sportart dank diverser Organisationen kontinuierlich.

Erstellt von: Berlin
       

Kommentare

Bisher keine Kommentare.

 
 Nach oben