Deutscher Fußball-Bund
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ist der Verband deutscher Fußballvereine. Am 28. Januar 1900 gründeten ihn in Leipzig Vertreter von 86 Vereinen. In der mittlerweile 100-jährigen Geschichte gehöen dem Verband heute etwa 27.000 Clubs an, in denen rund 6,3 Millionen Menschen aktiv und passiv am Ball sind. Damit ist der DFB der größte Fachverband im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und gehört außerdem zu den größten Mitgliedern im Fußball-Weltverband FIFA.
| Deutscher Fußball-Bund | ||
| Gegründet | 28. Januar 1900 | |
| FIFA-Beitritt | 1904 | |
| UEFA-Beitritt | 1954 | |
| Präsident | Dr. Theo Zwanziger | |
| Generalsekretär | Wolfgang Niersbach | |
| Nationalmannschaften | Männer Nationalmannschaft, U-21, U-20, U-19, U-18, U-17, U-16, U-15, Frauen Nationalmannschaft, U-23, U-20, U-19, U-17, U-15 | |
| Vereine (ca.) | 26.000 | |
| Mitglieder (ca.) | 6.490.008 (Stand: Januar 2007) | |
| Homepage | www.dfb.de | |
An der Spitze des DFB steht die Zentralverwaltung in Frankfurt am Main, unter ihr die fünf Regionalverbände Nord, West, Süd, Südwest und Nordost. Diesen Regionalverbänden sind geographisch geordnet wiederum 21 Landesverbände mit Bezirken und Kreisen unterstellt, denen wiederum die Vereine mit ihren Mitgliedern angeschlossen sind.
Im Jahr 2000 wurde der Ligaverband ins Leben gerufen und übernahm unter dem Dach des DFB die Verantwortung für die Lizenzligen. Das operative Geschäft wird seit dem 1. Juli 2001 von der Deutschen Fußball-Liga GmbH (DFL) durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Wettbewerbe
[bearbeiten] Nationale Wettbewerbe
Unter dem Dach des DFB werden die folgenden nationalen Wettbewerbe ausgetragen:
Weitere Frauen-, Jugend- und Amateurfußball-Wettbewerbe sind der:
- Länderpokal,
- Oddset-Pokal,
- Oddset-Cup,
- DFB-Hallen-Pokal,
- DFB-Futsal-Cup,
- A-Junioren-Meisterschaft,
- B-Junioren-Meisterschaft,
- B-Juniorinnen-Meisterschaft,
- DFB-Junioren-Vereinspokal.
Nicht mehr ausgetragene nationale Wettbewerbe sind:
- Bundespokal (Vorgänger des Länderpokals),
- Tschammer-Pokal (Vorgänger des DFB-Pokals),
- Deutsche Amateurmeisterschaft (bis 1998).
[bearbeiten] Deutsche Meisterschaft
Die Deutsche Fußballmeisterschaft ist sowohl im Männer- als auch im Frauenfußball der wichtigste nationale Titel. Der Deutsche Fußballmeister der Männer wird seit 1903 ausgespielt.
Erster Titelträger war der VfB Leipzig, Rekordmeister ist der FC Bayern München, Titelträger der Saison 2006/2007 ist der VfB Stuttgart. Bei den Frauen wird die Deutsche Meisterschaft seit 1974 ausgespielt. Erster Deutscher Meister war Deutsche Fußballmeisterschaft (Frauen) 1974 der TuS Wörrstadt. Mit neun Titeln ist die SSG 09 Bergisch Gladbach Rekordmeister. In der Saison 2006/2007 gewann der 1. FFC Frankfurt den Titel.
Bis 1948 wurde der deutsche Fußballmeister der Männer in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt. Erst seit 1949 in der DDR und seit 1963 in der Bundesrepublik wird der deutsche Fußballmeister in einer landesweiten Liga ausgespielt. Seit der Saison 2004/05 ist der DFB nicht mehr alleiniger Veranstalter der Fußball-Bundesliga der Männer, sondern teilt sich diese Aufgabe mit der Deutschen Fußball Liga.
Bis 1990 wurde der deutsche Fußballmeister der Frauen in einer Meisterschaftsendrunde ermittelt, für die sich die Meister der Landesverbände qualifizierten, um dann im K.-O.-System den deutschen Meister auszuspielen. 1990 wurde eine zweigleisige Bundesliga gegründet, die seit 1997 eingleisig geführt wird.
[bearbeiten] DFB-Pokal
Der DFB-Pokal ist der seit 1935 ausgetragene Fußball-Pokalwettbewerb für deutsche Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom DFB veranstaltet und ist nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft der wichtigste Titel im nationalen Vereinsfußball.
Der Sieger des DFB-Pokal wird nach dem K.-o.-System ermittelt. Die Paarungen werden vor jeder Runde ausgelost. Für die erste Hauptrunde sind die 36 Vereine der 1. und 2. Bundesliga qualifiziert, dazu kommen 28 Mannschaften aus den unteren Ligen. Vorgänger des heutigen DFB-Pokals als nationaler Pokalwettbewerb im deutschen Fußball war der 1935 erstmals ausgetragene Tschammerpokal, benannt nach dem damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten.
Der DFB-Pokal der Frauen wird seit 1980 ausgespielt. Für den Wettbewerb qualifizieren sich die Mannschaften der 1. und der 2. Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Bundesliga und die 21 Landespokalsieger. Im Gegensatz zum Männerwettbewerb dürften zweite Mannschaften nicht teilnehmen. Rekordpokalsieger ist der 1. FFC Frankfurt mit sechs Erfolgen.
[bearbeiten] Premiere Ligapokal
Der Premiere Ligapokal (bis 2004 DFB-Liga-Pokal) ist ein vom DFB erstmalig 1973, aber erst seit 1997 jährlich ausgetragener Fußball-Wettbewerb, der vor Beginn der Bundesliga-Saison ausgespielt wird. Seit 2005 ist Premiere Titelsponsor, deshalb heißt der Pokal seit der Saison 2005/06 Premiere Ligapokal.
Vorgänger des heutigen Ligapokals war der DFB-Supercup, der von 1987 bis 1996 zwischen dem Deutschen Meister und dem DFB-Pokalsieger ausgespielt wurde.
[bearbeiten] Bundespokal/Länderpokal
Der Bundespokal (bis 1918 Kronprinzenpokal) war ein deutscher Fußballwettbewerb, bei dem die regionalen deutschen Fußball-Verbände gegeneinander antraten. Nach Auflösung der Verbände im Jahr 1933 wurde 1935-1942 der Reichsbundpokal als Pokalwettbewerb der Fußballgaue Deutschlands ausgetragen. Als innoffizieller Nachfolger kann der Länderpokal gelten.
Im Rahmen des Länderpokals treten seit 1951 U-21-Herren-Auswahlmannschaften der Fußballlandesverbände innerhalb des DFBs gegeneinander an. Seit 1981 gibt es auch ein Turnier für U21-Frauen-Auswahlmannschaften.
[bearbeiten] Deutsche Amateurmeisterschaft
Mit Einführung des Vertragsspielerstatus 1950 führte der DFB den Wettbewerb um die Deutsche Amateurmeisterschaft ein. In den ersten Jahren fand das Finale unmittelbar vor dem Endspiel der Vertragsspieler statt, so dass sich die Amateurspieler vor großer Kulisse präsentieren konnten. Seit den 1980er Jahren verlor der Wettbewerb allerdings an Bedeutung und wurde schließlich 1998 eingestellt.
[bearbeiten] DFB-Hallen-Pokal
Der DFB-Hallen-Pokal, zeitweise auch Hallen-Masters genannt, war ein Wettbewerb im Hallenfußball, der von 1988 bis 2001 unter der Regie des DFB ausgetragen wurde. Der DFB-Hallen-Pokal war das Endturnier mehrerer Qualifikationsturniere, an denen neben Clubs der 1. und 2. Bundesliga auch Amateurmannschaften und ausländische Vereine teilnahmen.
Der DFB-Hallenpokal der Frauen ist die offizielle deutsche Hallenmeisterschaft im Frauenfußball. Der Wettbewerb wird seit 1994 ausgetragen. Austragungsort ist die Hartberghalle in Bonn. Ausgerichtet wird das Turnier vom DFB und dem SC 07 Bad Neuenahr.
[bearbeiten] Internationale Wettbewerbe
1995 und 2001 veranstaltete der DFB in Deutschland jeweils die Fußball-Europameisterschaft der Frauen. Das deutsche Team gewann beide Male den Titel. 2011 ist Deutschland erstmals Gastgeber der Frauen-WM.
Im Jahr 2006 richtete der DFB zum zweiten Mal nach 1974 die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer aus. Austragungsorte waren Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Von der Bundesrepublik und den Bundesländern wurden aus diesem Anlass erhebliche Investitionen in den Neu- oder Umbau der Stadien und den Ausbau der Verkehrswege gesteckt.
[bearbeiten] Weblinks
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