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Catenaccio

Der Catenaccio (ital.: "Sperrkette" oder "Riegel") ist eine taktische Ausrichtung beim Fußball. Sie beschreibt eine sehr defensive Spielweise.

Der Catenaccio© Heimdall
Der Catenaccio
© Heimdall

Vor allem italienische Mannschaften sind für diese Taktik bekannt, der Ursprung des extrem ergebnisorientierten Systems liegt jedoch im "Schweizer Riegel". Er entstand bereits in den 1930er Jahren und wurde unter dem österreichischen Trainer Karl Rappan bei Grashoppers Zürich und in der schweizerischen Nationalmannschaft praktiziert.


Bekannt geworden ist der Catenaccio jedoch vor allem durch den Argentinier Helenio Herrera, in den 1960er Jahren Trainer bei Inter Mailand. Er vertrat die Ansicht, dass mein im Fußball nur Erfolge erzielen könne, wenn man eine sichere und gut organisierte Abwehr aufbietet.
Trotz des Unmuts vieler Fußballfans gab der Erfolg Herrera Recht, der mit den Mailändern drei italienische Meisterschaften, zweimal den Europapokal der Landesmeister und einmal den Weltpokal gewann.


Bis zur WM 1986 spielte auch die italienische Nationalmannschaft strikt den Catenaccio. Erst danach wurde auch wieder etwas mehr Wert auf die Offensive gelegt, italienische Teams zeichnen sich in der Regel aber auch heute noch vor allem durch eine kompakte Verteidigung aus. Daher wird der Begriff „Catenaccio“ allgemein für eine sehr defensive taktische Ausrichtung verwendet.


Neben dem Torwart spielen beim Catenaccio vier Abwehrspieler, fünf Mittelfeldspieler und ein Stürmer (4-5-1). Es gibt sogar auch die Variante mit sieben Abwehr-, zwei Mittelfeldspielern und einem Stürmer.

Erstellt von: Viva Colonia
       

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