Bandy
Bandy ist eine Mannschaftssportart, die man sich als eine Art „Feldhockey auf Schlittschuhen“ vorstellen kann. Wurde ursprünglich noch auf Gras- oder Eisflächen gespielt, die die Größe eines Fußballfeldes hatten, wird Bandy heute hauptsächlich auf Eis betrieben.
Bandy und Hockey sind über Jahrhunderte als Begriffe für ein und die selbe Sportart verwendet worden: Für ein Mannschaftsspiel mit elf gegen elf Spielern, das mit gebogenen Stöckern und einem Ball, der ins gegnerische Tor geschlagen werden musste, betrieben wurde.
Die Trennung zwischen Bandy und Hockey vollzog sich zum Ende des 18. bzw. Beginn des 19. Jahrhunderts, als ein Puck beim Eishockey den Ball ersetzte. Zudem wurde das Spielfeld, das ursprünglich 110 x 65 Meter maß, auf ca. 60 x 28 Meter verkleinert. Die ersten Regeln für das moderne Eishockey wurden als „Canadian-Rules“ 1860 festgehalten. Dies sorgte letztlich für die Trennung von Bandy und Eishockey.
Bandy geriet seit Anfang des 20. Jahrhundert weltweit immer mehr in Vergessenheit, da viele Bandyvereine zum Eishockey wechselten. Lediglich in Skandinavien und der ehemaligen Sowietunion und spielte man weiter Bandy.
Nach der Gründung der International-Bandy-Federation (IBF) 1955 wurde Bandy quasi reaktiviert und wiederentdeckt. Mittlerweile hat sich in vielen Ländern sogar ein Ligabetrieb etabliert, so etwa in Finnland, Kanada, Kasachstan, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden, USA und Weißrussland. Häufig wird der Sport heute in Hallen mit sechs Spielern pro Mannschaft gespielt. Die alle zwei Jahre von der IBF veranstaltete Bandy-Weltmeisterschaft, die zumeist in Oulo-Tornio (Finnlan) ausgetragen wird, findet aber aus Tradition weiterhin auf den ursprünglichen, 110 x 65 Meter großen Spielfeldern im Freien mit elf Spielern je Team statt. Der Bandyschläger ist stärker gekrümmt als der Eishockeystick.
Jedes Team kann bis zu 14 Spieler umfassen und es darf jederzeit ein- und ausgewechselt werden. Üblich ist eine Spielzeit von 2 x 45 Minuten und eine Halbzeitpause von 10 Minuten.
Der Bandyball besteht aus Plastik mit einem Innenteil aus Kork, ist grell-orange und hat einen Durchmesser von sechs Zentimetern. Damit ist er deutlich leichter und daher ungefährlicher als ein Eishockeypuck.
Der Ball darf nur mit dem Stock geschlagen werden, es ist jedoch erlaubt, ihn mit dem Körper oder den Füßen zu fangen. Anders als beim Eishockey hat der Torwart beim Bandy keinen Schläger, sondern wehrt den Ball ausschließlich mit den Händen (mit speziellen Handschuhen) oder dem Körper ab bzw. fängt ihn.
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Erstellt von: Zebrafan |
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